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Das Anfertigen von Ausrüstungsgegenständen und deren Zusammenstellung für die historische Darstellung stellt für viele Interessierte ein Problem dar. Die Spanne des Angebots ist groß und reicht von billigster Massenware bis zur reinen Handarbeit. Wir haben uns dafür entschieden, wichtige Teile selbst anzufertigen oder vorwiegend in Handarbeit anfertigen zu lassen. Teilweise wurden auch moderne Hilfsmittel verwendet (z.B. Nähmaschine). Die durchweg positive Resonanz zeigt uns, dass wir einen guten Kompromiss gefunden haben.
Hier sehen Sie einige der historischen Vorlagen, die bei unserer Rekonstruktion Verwendung fanden:
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Das Reitersiegel des Grafen Gebhards von Hirschberg ist für uns die wichtigste Vorlage. Es zeigt deutlich den Topfhelm mit Zimier, den Schild mit dem Wappen, die Schwertscheide, eine Fahne und Teile des Wappenrocks.
Reitersiegel des Grafen Gebhard VII. von Hirschberg an einer Urkunde vom 18. Juni 1296
Staatsarchiv Nürnberg unter der Signatur "Eichstätt Domkapitel Urkunden Nr. 54"
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Die Abbildung des Wappens der Grafen von Hirschberg in der züricher Wappenrolle ist ausschlaggebend für die Auswahl der Farben. Ferner liefert sie Details über die Beschaffenheit des Helms und die Schildform.
Deteilansicht der Züricher Wappenrolle (Pergamentstreifen II Vorderseite 7)
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Eine Primärquelle stellt für uns die große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) dar. Sie wurde im Zeitraum 1305 - 1340 angefertigt. Beispielhaft ist hier der König Wenzel von Böhmen aufgeführt. Dem Bild kann ebenso Topfhelm mit Zimier, Schildform und eine detailierte Schwertscheide entnommen werden. Außerdem ist die Abbildung ein Beleg für die farbenfrohe und mehrfarbige Kleidung dieser Epoche.
Universitätsbibliothek Heidelberg - historische Bestände digital
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Dieses Bild des Herrn Walther von Klingen aus der Heidelberger Liederhandschrift ist eine der zahlreichen wunderschönen Abbildungen von Ross und Reiter.
Universitätsbibliothek Heidelberg - historische Bestände digital
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Diese Abbildungen dienten der Rekonstruktion der Schwertscheide. Sie zeigen links den Syzzo von Schwarzburg-Käfernburg aus dem Naumburger Dom und rechts eine Abbildung der Maciejowski-Bibel. Sie stammen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, waren aber um 1300 in dieser Ausführung noch üblich.
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Das von uns rekonstruierte und verwendete Wappen:
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